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Cool Down – Darum ist das Abwärmen nach dem Sport so wichtig

Nach dem Sport ist man geschwitzt, das Herz pulsiert, die Kräfte sind verbraucht: Viele Sportler ziehen an dieser Stelle einen Schlussstrich unter ihr Trainingsprogramm. Dabei verschenken viele Sportler eine wertvolle Chance, den Körper bei der Regeneration zu unterstützen.

Ob man nun den Leistungssport betrachtet, wo etwa das Auslaufen nach einem Spiel zum festen Prozedere gehört, oder auf den Breitensport schaut – von einem vernünftig durchgeführten Cool Down profitieren alle Arten von Athleten.

Der Cool Down für Herz, Stoffwechsel und Co

Das Abwärmen nach dem Sport bietet verschiedene gesundheitliche Vorteile: Hier normalisieren sich die Atem- und Herzfrequenz, die Körpertemperatur normalisiert sich und die Muskulatur tritt langsam in eine Entspannungsphase ein.

Der Stoffwechsel profitiert ebenfalls davon, denn in dieser Phase kann er leichter Stoffwechselendprodukte wie zum Beispiel Laktat (Milchsäure) abbauen. Bleibt der Cool Down hingegen aus, fällt der Blutdruck in der Regel schnell ab und das Blut sinkt schneller in die Beine. Dies kann in einzelnen Fällen zu Schwindelgefühlen führen.

Der richtige Cool Down – Passendes Abwärmen je nach Sportart

 

Den einen „perfekten Cool Down“ gibt es nicht. Die Bewegungen und Abläufe, die das Abwärmen nach dem Sport optimal fördern, sind abhängig von der Sportart, den beanspruchten Muskelgruppen und auch von der Leistung der Person.

  • Anfänger vs. Profi: Der Cool Down für Hobbysportler muss nicht so lange und gezielt ausfallen wie der von Leistungssportlern, sollte allerdings auch nicht ausgelassen werden.
  • Ausdauersport
    Jogger oder auch Radfahrer sollten zum Ende einer Trainingseinheit hin stückweise ihre Geschwindigkeit verringern und bei ihrer Atmung auf tiefe und lange Atemzüge achten.
  • Kraftsport
    Für Kraftsportler ist ganz besonders das Stretching der Muskulatur vor und nach der Trainingseinheit wichtig. Dabei gibt es zahlreiche Übungen für unterschiedlichste Muskelpartien.

Zusätzlich wird noch zwischen dem aktiven und passiven Cool Down unterschieden: Der aktive Cool Down besteht aus Übungen, entspanntem Laufen oder auch Meditations- und Atemübungen. Zum passiven Cool Down zählen Massagen, ein Gang in die Sauna oder auch Wärmebäder nach der Trainingseinheit.

Richtiges Abwärmen geht über das Training hinaus

Mit ein paar Übungen zum Abwärmen nach dem Sport ist das Thema allerdings noch nicht beendet. Die Ernährung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil: Nach dem Training ist es essenziell, dem Körper wieder Energie zuzuführen. Das funktioniert am besten mit einer gesunden und ausgewogenen Mahlzeit.

Auch die Körperhygiene spielt eine wichtige Rolle: Eine Dusche nach dem Sport trägt nicht nur zur Entspannung der Muskulatur bei, sondern ist außerdem wirksam gegen Körpergeruch und beugt der Bakterienbildung auf der Haut vor.

Psychische Wirkung eines Cool Downs

Neben den körperlichen Vorteilen ist ein Abwärmen auch für die Psyche gut. Durch ein gutes Abwärmen kann man den gedanklichen Fokus, der vorher noch auf dem Training selbst lag, langsam auf ein neues Ziel übertragen. So tragen Entspannung und passende Abwärm-Übungen dazu bei, dass man nach dem Sport produktiver ist und sich seinen Aufgaben mit neuer Energie widmen kann.

Tipp: Cool Down Routine schaffen

Wer regelmäßig Sport treibt, sollte sich eine klare Cool Down Routine schaffen. Diese stellt sowohl körperlich als auch mental das Ende des Trainings dar und wird anschließend sanft in den Alltag hinein überführt. Wie diese Routine im Detail aussehen sollte, ist je nach Person und Sportart unterschiedlich. In jedem Fall sollte sie jedoch individuell ausfallen.

Ein sorgfältig durchgeführter Cool Down gibt dem Körper die Möglichkeit, nach einer Trainingseinheit „runterzukommen“ und anschließend besser zu regenerieren. Damit verkürzt sich nicht nur die Erholungszeit, zusätzlich gehen auch Körper und Psyche gestärkt aus diesen Übungen hervor.

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