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MBSR – Meditation als Behandlungsmethode

Nur Wenige wissen, dass Meditation auch als Behandlungsmethode eingesetzt werden kann, dabei kann es bei den unterschiedlichsten Krankheiten helfen. In den letzten 15 Jahren gab es viele Studien, die Hinweise darauf gegeben haben, dass Meditation positiven Einfluss auf die Gesundheit und die Psyche des Menschen haben kann.

Welche Krankheiten können mit Mediation unterstützt behandelt werden? 

Der Vorteil von Meditation ist, dass sie gegen viele verschiedene Beschwerden eingesetzt werden kann. Sowohl psychische Krankheiten wie Schlafstörungen als auch physische Schmerzen können begleitend oder gänzlich mit Meditation behandelt werden.

Dafür muss der Patient natürlich regelmäßig meditieren. Nur mit einer offenen Haltung gegenüber dieser Art von Therapie und einer korrekten Durchführung können Ergebnisse erzielt werden. Es zeigen sich jedoch bereits direkt nach der Meditation positive Wirkungen. Unmittelbar danach fühlen sich die meisten gelassener und gehen bedachter mit sich und anderen um.

Mindfulness-Based Stress Reduction

Die beliebteste Art der Meditation in der Medizin ist die MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction). Es handelt sich hierbei um ein achtwöchiges Programm in dem der Fokus auf Meditation und Achtsamkeit gelegt wird. Dabei soll der Effekt nach den acht Wochen auf das alltägliche Leben übertragen werden.

Diese Methode wirkt sich auf den kompletten psychosomatischen Gesundheitszustand aus. Es wird sich dabei also nicht gezielt auf eine Krankheit oder ein Problem fokussiert.

Der Grund für die Erfolge wird damit begründet, dass die Patienten durch die Therapie besser mit ihrer Krankheit umgehen können. Dadurch wird Stress und Angst gemindert und der Körper gestärkt.

So funktioniert die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion

Die MBSR-Methode beinhaltet jedoch nicht nur die Meditation, sondern hat viele Bestandteile. Diese sechs Übungselemente werden bei dem Training eingesetzt:

  • Body-Scan: Der Fokus wird hier auf den Körper gelegt. Mit Übungen soll der Körper bewusst und achtsam wahrgenommen werden.
  • Yoga: Leichte Yogastellungen oder Dehnübungen können den Body-Scan unterstützen.
  • Stilles Sitzen: Das ist eine von zwei Formen der Meditation, hier kommen Körper und Geist zur Ruhe.
  • Gehmediation: Während dieser Meditation führt der Körper langsame Bewegungen aus.
  • Breathing-Space: Achtsamkeitsübungen helfen dabei Momente bewusst und achtsam zu erleben.
  • Übungen für den Alltag: Nicht nur die Übungen, sondern auch alltägliche Arbeiten sollen bewusster und achtsamer verrichtet werden.

MBSR im Rahmen von Kursen 

MBSR sollte immer begleitet und in einem Kurs durch einen zertifizierten ausgebildeten MBSR Lehrer/in durchgeführt werden. Solche Kurse werden von den gesetzlichen Krankenkassen als Präventionsmaßnahme bezuschusst. Eine weitere Bedingung für die Bezuschussung ist, dass der/die Lehrer/in einen dem Präventionsgesetz entsprechenden Grundberuf haben muss.

Die Kurse bieten sich nicht nur bei Krankheiten an. Wenn Sie privaten oder auch beruflichen Stress besser in den Griff bekommen möchten, ist der Kurs eine geeignete Möglichkeit.

Wenn Sie damit jedoch körperlichen oder psychischen Beschwerden entgegenwirken möchten, sollten Sie dies auch vorab mit ihrem Arzt besprechen.

Der Verband der Achtsamkeitslehrenden bietet eine Kurssuche an. Dort können Sie vom Verband geprüfte und zertifizierte Lehrende und deren Angebote finden. Falls Sie also Interesse haben, informieren Sie sich und suchen Sie nach einem passendem Kursangebot in Ihrer Nähe.

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